jeder hat Ziele in seinem Leben, zumindest sollte er diese haben. Auch ich habe mir immer Ziele gesetzt, denn ohne diese Ziele wird man faul, und bleibt stillsitzen. Stillstand ist Rückschritt, dafür zahle ich dann auch gerne 3,- € ins Phrasenschwein ;-).
Doch diese Ziele werden während eines Lebens beeinträchtigt oder gar geändert. Mein Ziel war es, wie viele Menschen, Profifußballer zu werden und damit die Chance, mein Hobby zum Beruf zu machen.
Meine Karriere bzw. die Basis hierzu fand statt, als ich 5 Jahre alt wahr und ich die Wahl hatte: Gehe ich zu PSV Eindhoven oder zu den Wilhelmina Boys, unseren örtlichen Fußballverein.
Da ich natürlich eine noch bessere Basis für die angestrebte Profikarriere wollte, bin ich dann zu PSV Eindhoven gewechselt.
So wie es aber ist, wenn man als kleines Kind der Familie folgen muss, bin ich dann mit 11 Jahren zu Roda Kerkrade gewechselt und das war ein sehr guter Schritt.
Die wichtigste Botschaft, die ich aber damals von meinem Vater mitbekommen habe war, dass er mir riet mein Maximales auch in der Schule zu geben und unbedingt einen Abschluss zu machen.
Ob er damals schon wusste, dass ich nicht der neue Jaap Stam war - Ich weiß es nicht ;-).
Doch heute bin ich ihm so dankbar dafür, dass ich mein Sportmanagement-Studium mit einer sehr guten Note abgeschlossen habe. Nach all meinen Verletzungen war es bei mir nicht mehr möglich meine Leistungen auf einem sehr hohen Niveau zu halten.
So wie bei vielen Sportlern, gibt es auch im Fußball nur ganz wenige die den Sprung schaffen mit Ihrer Sportart oder Hobby Geld zu verdienen - aber die meisten glauben es zu schaffen.
Ich habe viele Beispiele von Spielern gesehen, die die Schule geschmissen haben und dann durch eine Verletzung oder einfach Pech oder zu wenig Qualität durch stagnierende Entwicklung den Sprung nicht geschafft haben und jetzt bei Lidl hinter der Kasse arbeiten.
Natürlich versuche auch ich, sowohl bei mir selbst als auch bei unseren Sportlern, das Maximale rauszuholen, doch jeder ist auch für seine eigene Entwicklung und seine eigenen Ziele verantwortlich.
Verliere nie deine Ziele aus den Augen, egal welche das sind, und versuche so lange wie möglich deinen Sport aber auch deine schulische Ausbildung nicht zu vernachlässigen.
Ich danke meinem Vater bis heute, dass er mich immer gut beraten und mir geholfen hat, in beiden Bereichen das Beste für mich rauszuholen und eine eigene Verantwortlichkeit für meine Ziele und Leistungen zu entwickeln.
Ich hoffe, dass junge Sportler dies einsehen und ihre Ziele weiter verfolgen, auch wenn sich diese im Leben manchmal ändern oder in einem anderen, neuen Bereich entstehen.
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